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Netzjagd Nr. 3

Die dritte Ausgabe der Netzjagd kommt grün daher. Weniger Meldungen, weniger Text, weniger bunte Bilder – das spart Strom und schont wertvolle Ressourcen. Es ist schon einige Jahre her, da gab es die Forderung, Google solle seine Seite in Schwarz anbieten, weil allein diese Maßnahme weltweit etliche Atomkraftwerke einsparen würde. Weniger Weiß, weniger Leucht, weniger Strom, klar. Aber wenn wir diese grüne Ausgabe mit weniger Meldungen bestreiten, dann heißt das, da ist noch Luft für mehr. Dennoch: Die folgenden Ideen sind schon sehr clever.

forestle

Forestle ist eine Regenwald-Aufforstungs-Suchmaschine: Bei jedem Suchergebnis (powered by Yahoo!) wird Werbung geschaltet. Die Erlöse aus dieser Werbung werden dann zur Aufforstung von Regenwäldern z. Zt. in Costa Rica eingesetzt. Übrigens, sie kommt der alten Forderung an Google nach, wie man sieht, allerdings nur als Option. Bei modernen LCD-Bildschirmen spiele die Energieersparnis durch Schwarzschalten keine große Rolle mehr. Dank an Maike für den Tipp.

http://www.forestle.de/

green any site

Green Any Site, oder kurz GAS, geht einen anderen, sehr smarten Weg, um die Welt zu retten. Man installiert ein Bookmarklet (eine Art aktives Lesezeichen), und immer wenn wir bei einem Online-Einkauf zur Kasse gehen, klicken wir auf dieses Bookmark. Das ruft einen Layer von GAS auf, der ihn als Affiliate-Marketer des Händlers ausweist. Die gesammelten Provisionen gehen an GAS, und die überweisen das Geld an die Organisation Conservation International.

http://greenanysite.com/

tick green

Für eine Jahresgebühr kann man aber auch seine eigene private oder Firmenwebsite vergrünen, indem man sich für diese Gebühr CO2-Neutralität erkauft. Das funktioniert über den Handel mit CO2-Zertifikaten.

https://www.tickgreen.com.au/SignUp.php

oekoflug

Ein ganz ähnliches Prinzip steckt hinter dem Konzept der Preisvergleichsmaschine von Ökoflug. Auch sie stiftet ihre Einnahmen aus Vermittlungsgebühren an Institutionen wie Greenpeace und den WWF. Maike bucht hier ihre Flüge in die unberührte Natur.

http://oekoflug.de/

i plant a tree

Geradezu bäuerlich einfach ist die Idee hinter “I Plant a Tree”. Auch hier wird aufgeforstet, allerdings nicht abstrakt und um fünf Ecken per Zertifikat oder Organisation, sondern ganz altmodisch per Hand. Kurzum: Man kauft einen Setzling, und die Macher pflanzen ihn ein. Daraus entsteht dann so etwas wie eine Community.

http://iplantatree.org/index.html

Viel Spaß beim Jagen und schickt all Eure beste Beute an mich!

  1. asse sagt:

    Super.

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