Netzjagd Nr. 30
Diese Netzjagd ist wie eine Party, weil alles total social ist. Und mit dem Guckkasten ins Netz geht’s schon los – dem Browser.
Mit Flock kann man schon jetzt rudimentär social browsen, aber mit diesem neuen Ding geht das jetzt völlig unrudimentär und findet außerdem – Achtung, Buzzword! – in der Cloud statt. Und dann heißt er auch noch Rockmelt. Aber hallo.

Jetzt sind wir nie wieder allein im Netz unterwegs, sondern schleppen all unsere Facebook-Freunde immer mit uns rum. Dabei bietet Rockmelt mehr als nur besseres Social Bookmarking, wie bei Flock (oder dem inzwischen offenbar gestorbenen Dolphin), sondern verkürzt die Wege zwischen dem, was unsere Freunde so erzählen und dem, was wir ihnen erzählen. Ungefähr so. Außerdem soll es eine superschnelle Suche geben, durch die man blättern kann. Genauer weiß ich’s nicht. Ich warte auf den Einladungscode zur Private Beta und bin gespannt.
Ich weiß nicht, ob dieses Plugin auch in den supersocial Browser Rockmelt eingestöpselt werden kann, gedacht ist es für Firefox. Die Idee ist folgende: Während man nachts supersocially steil geht, behält man den Vollrausch, in dem man dann möglicherweise steckt, besser für sich. Sonst landet man nämlich hier.
Dieses Plugin checkt also morgens um zwei, ob man für Facebook & Co. noch das nötige Hirn hat.
Apropos Facebook – welche Marken haben eigentlich die meisten Fans? Den aktuellen Stand der Fanzahlen inklusive überraschenden Ergebnissen und sozialem Einfluss über Twitter usw. sehen wir hier (via Socialnomics)

Eine Marke, die in dieser Liste schon lange ganz weit oben steht, ist Skittles. Die aktuelle Facebook-Aktion erinnert mich an eine der bizarrsten Erscheinungen des letzten Jahres: I’ll Scream Your Tweets – inzwischen offline, aber Veteranen erinnern sich an die Netzjagd Nr. 5 vor fast genau einem Jahr. Skittles hat jetzt eine Art Call-Center eingerichtet. Dort sitzen hochmotivierte Mitarbeiter, die die Aufgabe haben, unsere Facebook-Updates vorzulesen. Die Ergebnisse werden gefilmt und auf Facebook und Youtube veröffentlicht. Das mit dem Hirn-Plugin hatte ich ja oben schon erwähnt, genau.

Lavazza goes ebenfalls social. Die Espressomarke versteht sich jetzt als Auskunftsstelle zu italienischer Lebensart für amerikanische Touristen oder so. Jeder kann dort per Video Fragen über Italien, Italiener und italienische Lebensart stellen. Alle anderen können per Video antworten.

Falls Euch demnächst im Netz ein Kamel über den Weg wüstenschifft, dann ist es möglicherweise DerWolf. Wie das? Balloonacy nennt sich die Neuauflage einer Art webumspannender Schnitzeljagd des britischen Telekommunikationsdienstleisters Orange. Bei dieser Aktion geht es um virtuelle Ballons, die jeder steigen lassen kann, und die dann idealerweise überall durchs Netz fliegen. Wir haben uns auch beworben, unseren Luftraum freizugeben, mal sehen, ob’s nach der ersten Ablehnung doch noch klappt. (via Digitalbuzzblog)

Zum guten Schluss noch eine Zugabe für mich selbst als Fan von anschaulicher Informationsaufbereitung. Fedex hat im Namen einer Welt im Wandel eine Weltkarte im Angebot, die verschiedene Kenndaten aus Kultur und Wirtschaft so interpretiert, dass dynamisch verzerrte Länderdarstellungen dabei herauskommen. Hier zum Beispiel über die Verteilung von Mikrokrediten, Unternehmensneugründungen und schnellstwachsende Gesellschaften.
Faszinierend.
Viel Spaß beim Jagen, schickt all Eure beste Beute an mich!


