Netzjagd Nr. 31
Für Jäger und Sammler. Für Daten und Taten. Eine Betriebsanleitung.
Auf Kickstarter wird Geld gesammelt. Und zwar für künstlerische Projekte. Hier sammeln sich ultra-independent Spielfilmmacher, Konzertarchivare oder Leute mit Buchprojekten. Und wenn man findet, dass die Macher nicht nur Flausen im Kopf, sondern echte Beachtung verdient haben, kann man gleich sein Geld dorthin überweisen. Vielmehr ankündigen. Denn wenn die projektierte Summe nicht zustandekommt, fließt auch kein Geld. Falls doch, freut man sich, geholfen zu haben und über einen persönlichen Anteil am Projekt. Das können handsignierte Ausgaben, Filmskizzen, DVDs oder andere exklusive Artefakte sein. Jeder kann dort sein eigenes Vorhaben einstellen und schon vorab beobachten, wie die Resonanz auf eine Idee ist und wie sie sich entwickelt.

Mit demselben Prinzip lassen sich auf der Plattform Just Giving auch Mittel für wohltätige Zwecke einsammeln. Auf diese Weise wurden nach Angaben der Macher schon fast 14 Millionen Pfund zusammengetrommelt.

Wer auf diese Weise etwas zum Wohl der Welt beigetragen hat, der will die Ergebnisse auch zeigen können. Das geht super mit den Tools von Gapminder, dessen API auch Google zu benutzen scheint. (s. Netzjagd 28.)

Wer aber nur eine Zeitleiste braucht, um seine (Erfolgs-)Geschichte zu erzählen, der braucht Dipity. Die Seite kann nichts anderes, als interaktive Timelines, das aber sehr hübsch. Hier zum Beispiel mit der Geschichte der Internet-Memes seit 1993 (die Ära der Coffee-Cam).

Viel Spaß beim Jagen, schickt all Eure beste Beute an mich!


