Netzjagd Nr. 36
Veröffentlicht in Aktuell, Netzjagd, cyberwolves am Freitag, 28. Januar 2011 von Sascha Moses – Ersten Kommentar schreibenEs hat gedauert, es hat sich gesammelt, es wird endlich gezeigt: Fünf Dinge, die der Rede wert sind.
Ich könnte mit New Yorks hottest Company anfangen, aber die kommt erst später, damit Ihr bei der Stange bleibt. Erstmal wird’s hip.
Hipmunk heißt reichlich rätselhaft dieser Dienst mit einem Eichhörnchen als Wappentier (engl. Chipmunk), was nicht weiter rätselhaft wäre, wenn es sich dabei nicht um Flugbuchungen handelte. Und die werden so aufbereitet, wie man es noch nie gesehen hat. Die Ergebnisse werden dann sortiert nach “Agony”, also Quälerei ausgeworfen. Agony definiert sich dabei als Summe von Frühaufstehen, Umsteigerei, Flugdauer und Preis. Die Rangliste der Quälerei ist ziemlich interaktiv, amüsant sogar. So können mit weiteren Filterfunktionen die Red-Eye-Flüge rausgeschmissen oder andere Flüge angezeigt werden, die noch schlimmer sind, als das, was man schon sieht. Zeitfenster können durchs Ziehen von Begrenzungslinien weiter eingeschränkt werden. Die Anzeige aktualisiert sich dynamisch. Alle Zwischenstopps, alle Grunddaten überhaupt werden visuell statt textlich angezeigt. Höchst modern, neu gedacht, extrem bedienfreundlich und schneller als alles Andere.

mflow ist ein Musikdienst, der allein schon vom Design her in dem Maß begeistert, wie LastFM mir auf die Nerven geht. Er erinnert in der Methodik an Blip.fm, indem es eine Community von Musikliebhabern bildet, die bei mflow jeweils das erzeugen, was sie hier einen “flow” nennen. Da wo LastFM duch Trägheit und mangelnde Intelligenz im Musik-Matching-Algorithmus stört, tut’s Blip mit nicht funktionierender Musik und ebenso schlechter Tonqualität wie bei allen anderen Streamingdiensten. Blip und mflow arbeiten gar nicht erst mit pseudo-intelligenten Musikalgorithmen (iTunes-Nutzer kennen das von “Genius”), sondern, indem sie einfach Fans und die Sachen abgleichen, die sie gern hören. mflow funktioniert zudem auf mobilen Geräten, weil es mit HTML 5 gebaut ist – Blip.fm setzt auf Flash – und überzeugt mit hohen Datenraten. Die ersten fünf Stücke, die man auf Facebook oder Twitter postet, kann man sich übrigens kostenlos runterladen.

Höchste Zeit für den heißesten Schuppen New Yorks:
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